Sammlung Jürgen Wittdorf

Arbeiten aus dem Nachlass des Malers und Grafikers Jürgen Wittdorf

Sammlung Jürgen Wittdorf

Der Maler und Grafiker Jürgen Wittdorf

„Als Humanist hat der Maler und Graphiker die Veränderungen seiner Zeit wahrgenommen: das Leben junger Menschen um 1960 und später; die Entwicklungen im Männer- und Frauenbild; starke Frauen und Mädchen; Männer ohne Machogehabe, voller Sensibilität und Verletzlichkeit, die ihren Alltag meistern; lebenslustige Kinder. Er war liebenswert, ein künstlerisch wirkender Chronist und sah voller Neugier und Humor auf seine Mitmenschen.“

Peter Michel in der Zeitung „Junge Welt“ vom 29.8.2018

JÜRGEN WITTDORF: Lieblinge. Arbeiten von 1952–2003
Ausstellung vom 29. August bis 14. November 2020

KVOST zeigt über 60 Arbeiten aus dem Nachlass des Malers und Grafikers Jürgen Wittdorf (1932–2018). Wittdorf hinterließ in seiner Berliner Wohnung zahlreiche Kunstwerke – seine persönlichen „Lieblinge“, darunter Holz- und Linolschnitte, Zeichnungen mit Rötelkreide, Kohle und Tusche sowie Keramiken. Die ausgestellten Arbeiten befinden sich heute in der Sammlung von Jan Linkersdorff. Ergänzt wird die Ausstellung im KVOST durch Bilder seiner wohl bekanntesten Serie: Holzschnitte aus dem erstmals 1961 veröffentlichten „Zyklus für die Jugend“. KVOST hat die Holzschnitte als Leihgaben aus der Sammlung des Schwulen Museums für die Ausstellung erhalten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im DISTANZ Verlag.

KVOST – Kunstverein Ost e.V.
Leipziger Straße 47, Eingang Jerusalemer Straße, Berlin-Mitte
Mittwoch – Sonnabend 14 – 18 Uhr

Bilder auf dieser Seite: ein Selbstporträt von 1989 mit Rötelkreide gezeichnet und eine Kohlezeichnung von seinem Rückzugsort. Das Fachwerkhaus in Carwitz hat Jürgen Wittdorf 1964 erworben und jahrelang renoviert. Die Aktzeichnung mit Rötelkreide ist aus den 80er Jahren. Das Selbstporträt von 1952 (Aquarell und Feder-Zeichung) zeigt den Künstler mit 20 Jahren. Mit längeren Haaren und als Boheme gekleidet, genoss er den Auftritt als Künstler. Wenige Monate zuvor war sein größter Wunsch in Erfüllung gegangen: das Kunststudium in Leipzig. Sein Leben gehörte der Kunst.